An diesen Wochenende war jede Menge auf dem Steinberg los. Um 4:05 wurden bereits die Hallentore geöffnet. Ein Trupp Frühaufsteher hatte sich gefunden, um den Longest Day mit einem Sunrise Flug zu beginnen.

Nach dem gemeinsamen Frühstück wurde damit begonnen, unsere Flieger für Long Distance Flüge und OLC Speed Race Flüge vorzubereiten. Mit gewohnter Routine und Teamgeist waren trotz bereits schweißtreibender Temperaturen diel „30“, B6, 3E, Z2, FR und 4A aufgerüstet. Michael hatte es da sicherlich einfacher von seiner Start-Base in Westerstede die Stemme startklar zu machen.

Laut PCMET sollten mittels guter, teilweise sogar sehr guter Thermik und Basis bis 1.500 m  Strecken bis 500 km möglich sein. Da der Wetterbericht gleich lautendes Wetter auch am letzten Wochenende angekündigt hatte – es kam bekannter weise anders – waren unsere Piloten bis auf einen Teilnehmer nicht ganz so euphorisch.

Um  12:15 öffneten Marcel (B6) und Mario (30) die Startlinie , dicht gefolgt von Andre, diesmal  nicht im DUO sondern in einer unseren beiden „Elsen“ , der FR. Heinz schloss diese Startformation mit der andern „Else“, unserer „4A“  ab.

Aus den Funksprüchen unsere Piloten konnte man ableiten, dass die Steigwerte noch hinter den Erwartungen unserer Piloten zurückblieben – bis auf eine Ausnahme. Nach Aussage von Heinz hatte ihn ein Hammerbart mit 4m/sec schnell auf 1.200 m geschossen. Schnell sollte es seiner Meinung auch weitergehen. Schnell aber nicht weit ging es für Heinz tatsächlich. Nach 2 Morgenmuffeln in Form von prächtig aussehenden Wolken ging sein Flug bereits kurze Zeit später nur einige Kilometer vom Platz  mit einer frühen Außenlandung zu Ende.

Mittlerweile waren auch die „3E“ mit Jörg im Windenstart und die „ISM²“ mit Ingo mittels FS hinter unserer „SB“ das Rennen aufgenommen. Die Wetterentwicklung im Norden sah gut aus, und so war es nicht verwunderlich, dass fast alle Kompassanzeigen den Wert 360 Grad auswiesen. Auch Michael hatte in Westerstede abgehoben und lenkte seine Stemme in Richtung Ostsee – da Gerda arbeiten musste, blieb der Co-Platz leider leer. Es hielt sich aber hartnäckig das Gerücht, dass Badesachen für den geplanten Ausflug in Richtung Eckernfördern stattdessen dort abgelegt wurden.

Andre meldete über Leer nur 800 m Basis und eher mäßige Thermik, Mario konnte bereits die Kontur der Nordseeküsten erkennen, war wettertechnisch aber auch enttäuscht. Diese Meinung schloss sich auch Marcel an. Jörg und Ingo hatten sich auf den Weg in Richtung Bad Zwischenahn gemacht, eine Wolkenstraße wies beiden den Weg. Aber auch Sie wurden eher enttäuscht. Mario stieß bei seiner Wende an der Nordseeküste möglicherweise bereits früh auf den gefürchteten Seewindeinfluss. Er fand nicht mehr so richtig Anschluss an die eigentlich gut aussehenden Wolken und musste sich somit auch schon früh in Form einer Außenlandung in Ostfriesland dem Wetter geschlagen geben.

Durch die guten Wetterinfos von Andre, jetzt über bereits über Meppen, kämpfte sich Jörg aus 300 m über Rostrup wieder hoch, in der Hoffnung seinen Flug in Richtung besseres Wetter im Süden fortsetzen zu können. Ingo und auch Marcel meldeten mittlerweise über Quakenbrück bzw. dem heimischen Steinberg von guten Steigwerten und einer Basis von 1.200 m. Bis auf Michael ging es für alle unsere Piloten in Richtung Süden. Michael hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Elbe gequert und befand sich auf dem Weg in Richtung Schleswig Holstein – aber auch mit der einen oder anderen spannenden Höhenmesseranzeige über Grund.

Andre war hörbar begeistert von der Wetterentwicklung in Raum Lingen, 4 m integriert und eine Basishöhe von 1.400 m. Er legt seine 2 Wende somit über Schüttdorf. Jörg traf Andre nördlich von Meppen in 800 m nachdem er sich aus 300 m wieder ausgebuddelt hat Über den Speicherbecken drehten dann Marcel und Jörg noch einige gemeinsame Kreise. Nach Erreichen der Basis meldete Jörg, dass er weitere 2-3 Bärten in Richtung Süden weiterfliegen wollte, Marcel nahm dagegen die Verfolgung von Andre in Richtung Surwold auf. Auf seinem Rückweg musste sich auch Marcel aus 250 m ausgraben. Das Wetter baute mehr und mehr ab. Ingo hatte von Fürstenau kommend entspannt seinen Rückflug in Richtung Surwold aufgenommen.

Ging es für Jörg noch richtig flott in Richtung seiner 2  Wende Schüttdorf, so wurde in Richtung Norden deutlich schlechter. Mit nur 250 m unter Gleitpfad über Klausheide machte auch Jörg sich auf den Weg in Richtung Home Base.  Aus dem Funkverkehr zwischen Andre und Mario konnte man den Eindruck gewinnen, dass das Wetter begann abzubauen. Unter den bereits jetzt großflächigen Wolkenausbreitungen wurde es schwer wieder Anschluss an die Wolken zu finden. Meldeten Andre, Marcel und Ingo 10 km, so musste Jörg in 400 m 25 km für Surwold den Motor nehmen. Nur einige hundert Meter weiter stand dann der Hammerbart, und so konnte bei 4 m der Motor wieder schnell eingepackt werden. Ärgerlich für die Liga Wertung.

Michael war ohne Motorleistung aus Eckernförde zurückgekehrt.

Die Flüge unserer Piloten:

Michael: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7321241

Andre: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7329634

Leider ohne LIGA Wertung, da aufgrund von Problemen mit der SD Karte der Flug erst am Sonntagmorgen ausgelesen und am Abend hochgeladen werden konnte. Muss bis 10:00 Uhr das Nachfolgetags erfolgen  

Marcel: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7324642

Ingo: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7323507

Jörg: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7324205

Liga Tabelle nach Runde 10: Platz 6  https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/league.html?st=olc-league&r=total&ltp=region&rt=olc&c=DE&sc=ni&sp=2019&af=10

Wir haben derzeit 15.000 km zurückgelegt, Platz 23 in Niedersachsen und belegen nach Lingen (18.000 km) Platz 2 im Emsland

https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/clubRanking.html?st=olc&rt=olc&c=DE&sc=ni&sp=2019

An dieser Stelle ein Dankeschön  an unsere Flugleiter, Windenfahrer und Rückholer vom Wochenende !

Wir wünschen unseren Piloten weiterhin sichere Flüge, viel Spass (!) und Erfolg bei Ihren Flügen.

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