Der „gemeine Nagekäfer“ hat gewonnen – Hallenabriss ist beschlossene Sache
Nicht überraschend im Ergebnis, aber überraschend dann doch was den Zeitpunkt anbelangt,
erhielten wir im April Post vom Landkreis Emsland. Darin wurde uns mitgeteilt, dass uns ab Mai
diesen Jahres die alte Scheune aus Sicherheitsgründen nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Wir
wären deshalb gezwungen diese zu räumen.
Zugegeben, der Zustand der Scheune, die wie unser Clubheim ein Überbleibsel eines ehemaligen
Bauernhofes darstellt, ist über jeden Zweifel erhaben. Sowohl die Eichenbalken, wie auch das
Gemäuer sind marode. Ihre Zeit ist definitiv abgelaufen. Ein Abriss unvermeidlich. Das ist uns auch
klar. Denn trotz allem Engagements unserer Mitglieder, sowie eines hohen Maßes an finanziellen
Aufwendungen aus Vereinsmitteln, ist es uns in über 60 Jahren leider nicht gelungen, die
Bausubstanz dermaßen zu verbessern, dass der Erhalt der Halle, die bereits Ende des 19.
Jahrhunderts errichtet wurde und anfangs als Schafstall genutzt worden ist, zu rechtfertigen
gewesen wäre.

Da war die Welt für uns noch in Ordnung – ein Bild aus den 60igern

Am Ende müssen wir uns wohl oder übel dem gemeinen Nagekäfer, dessen Larven
eher unter dem Begriff „Holzwurm“ bekannt sein dürften, geschlagen geben. Über ein Jahrhundert
hatten unzählige Populationen dieser Tierart Zeit, das Ständerwerk der Halle zu durchlöchern und in
ihrer Statik zu schädigen. Sämtliche Versuche ihn loszuwerden schlugen leider fehl.
Etwas unglücklich für uns war die Terminierung der Mitteilung. Kurz vor Beginn der
Bezirkmeisterschaften in Nordhorn eine Aufforderung zur Räumung der Halle zu erhalten, ist mehr
als unglücklich. Dennoch haben wir jede Möglichkeit genutzt und sind z.B an neutralisierten
Wettbewerbstagen nach Surwold gefahren, um mit den Räumungsarbeiten zu beginnen. Alte
„Schätze“ so auch die Überreste des alten Blaniks, kamen wieder ans Tageslicht. Zum Glück
packten viele Hände mit an, so daß schon nach einem Tag der komplette Werkstattboden entrümpelt
worden war.

Der „letzte“ Flug der 5046
Freier Werkstattboden nach der ersten Räumungsaktion

Ein viel größeres Problem war aber die Frage, wo wir mit all unserer Infrastruktur in Form von
Fahrzeugen, Anhängern etc. unterkommen würden. Eine Ersatzhalle stand uns zu diesem Zeitpunkt
leider nicht zur Verfügung. Bei vielen von uns kam deshalb schon ein wenig ein Gefühl von
Verzweiflung auf….aber
Fortsetzung folgt

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