Blanik-Ära endgültig beendet

Im Zuge der Hallenräumung sind wir auf dem Dachboden unserer ehemaligen Werkstatt auf die Überreste unseres letzten Blaniks gestoßen.

Die „D-5046“ wurde bereits 2005 nach einem Landeschaden außer Betrieb genommen und seit dieser Zeit als Ersatzteillager zwischengelagert und genutzt. Nach dem aber der letzte flugfähige Blanik 2011 verkauft worden ist, ist die 5046 im Laufe der Zeit fast in Vergessenheit geraten. Jetzt im Zuge der Räumungsarbeiten kam sie wieder zum Vorschein.

Rumpf und Tragflächen galt es dabei so intakt wie möglich vom Dachboden abzuseilen, da aus Tschechien extra ein Interessent angereist war, der die Reste nach Tschechien überführen wollte.

Das Schulflugzeug Blanik und der Luftsportverein Papenburg waren für Jahrzehnte eine Einheit, eine Ära, die 2010 allerdings ein unfreiwilliges Ende fand. Weil diese Flugzeuge bis zu diesem Zeitpunkt als vollkunstflugtauglich zugelassen waren, wurden Blaniks auch von der „Red Bull“ – Kunstflugstaffel für Kunstflugvorführungen genutzt. Bei einem dieser Showvorführungen ist es dann leider zu einem Tragflächenbruch gekommen. Spätere Untersuchungen haben Strukturschwächen im Aufbau der Flächen offengelegt. Der „SuperGau“ für alle Blaniks weltweit, denn als die Ursache für den Unfall bekannt wurde, wurden sämtliche Flugzeuge dieses Typs ersteinmal vorläufig stillgelegt. Als dann der tschechische Hersteller „Let“ den Eigentümern der Flugzeuge auch noch signalisierte, sich an der Suche nach einem praktikablen und zugleich kostengünstigen Reparaturverfahren nicht beteiligen zu wollen, kam das einem „Todesstoß“ für diese Flugzeuge gleich. Denn obwohl ein deutsches Ingieneurbüro später ein praktikables Reparaturverfahren entwickelt hatte, wurden die meisten Blaniks endgültig außer Betrieb genommen. Die mit der Reparatur verbundenen Kosten hätten den Wert der Flugzeuge weit übertroffen. Allein aus diesem Grund haben auch wir uns seinerzeit entschlossen, den letzten noch flugfähigen Blanik auszumustern und durch ein „neues“ gebrauchtes Schulflugzeug zu ersetzen. Seit dieser Zeit kommt neben dem „Puchacz“ auch ein „Twin Astir“ als Schulflugzeug wieder zum Einsatz.

Antwort hinterlassen