Und schon wieder ist ein Jahr vergangen. Am vergangenen Sonnabend trafen sich turnusmäßig, auf Einladung der Segelflugkommission des Deutschen Aero Club – Landesverband Niedersachsen nahezu alle Ausbildungsleiter niedersächsischer Segelflugvereine in Walsrode, um sich von den Mitgliedern der Segelflugkommission sowie den Mitarbeitern der Geschäftsstelle des LVN auf den neuesten Stand in puncto Ausbildungsfragen bringen zu lassen.

Natürlich war unser Verein auch durch unseren Vereins-Ausbildungsleiter Thorsten Ackermann vertreten.

Neben den üblichen Regularien, wie z.B. der Vorstellung aktueller Revisionen des Ausbildungshandbuches, auf dessen Grundlage in ganz Niedersachsen die Segelflugausbildung ausgeübt wird, wurden noch eine ganze Reihe weiterer Themen wie z.B. Luftraumfragen, Lizenzwesen, Sprechfunkzeugnisse und Umbau der niedersächsischen Luftfahrtbehörde im Rahmen der fast fünfstündigen Veranstaltung behandelt.

Im Zusammenhang mit dem Thema Luftraum erfuhren die Tagungsteilnehmer z.B. , dass in Niedersachsen für das Jahr 2018 keinerlei Luftraumveränderungen vorgenommen wurden, die für den Segelflug negative Folgen haben würden. Laut Aussage von Heiko Gesierich, Viezepräsident des LVN und Fachmann für Luftraumfragen, sei aufgrund stagnierender bzw. leicht rückläufiger Flugbewegungen auf den norddeutschen Großflughäfen wie Hamburg, Hannover und Bremen mit keinerlei Ausweitungen der Kontrollzonen um diese Gelände zu rechen. Dennoch mahnte er an, die Luftraumgrenzen peinlichst genau einzuhalten, um nicht Anlass zu neuen Diskussionen zu geben.

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Thema Luftraum wurde darüber berichtet, dass aktuell auch über eine mögliche Transponderpflicht für Segelflugzeuge diskutiert wird. Bahnt sich hier eventuell wieder ein Investitionstiger an, der von den kleineren Vereinen nur schwer zu bewältigen sein wird? Die Zeit wird es mal wieder zeigen.

Veränderungen im Zusammenhang mit der Umstrukturierung der Landesluftfahrtbehörden wurden vorgestellt. Demnach ist zukünftig ausschließlich die Landesluftfahrtbehörde in Oldenburg für die Verwaltung der Lizenzen verantwortlich.

Die DTO kommt zum 8. April. Für Kenner der Szene sind die Abkürzungen ATO und DTO durchaus ein Begriff. Während die Abkürzung ATO für die aktuelle Ausbildungsstruktur steht, unter der zur Zeit in den Vereinen landesweit ausgebildet wird, ist die DTO eine Art „ATO light“ die einen deutlich geringeren Verwaltungsapparat notwendig werden lässt, was für kleinere ehrenamtlich geführte Ausbildungsbetriebe eine deutliche Erleichterung darstellen dürfte.

Die Frage ob der LVN anstrebe, die ATO in eine DTO umzuwandeln, konnte Verbandspräsidentin Dr. Meike Müller nicht eindeutig beantworten. „Man sei in der Prüfung, man habe aber noch keinen Entschluss hierzu fassen können“, so Meike Müller

Alles in allem war das LVN Ausbildungsleitertreffen 2018 eine informative Veranstaltung, die mit dem GRZ Krelingen zudem endlich einen geeigneten Austragungsort gefunden hat.

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